Christian Dietrich Grabbe kam am 11. Dezember 1801 als Sohn eines Zuchthausverwalters und späteren Leihbankverwalters in Detmold zu Welt. Schon in seiner Schulzeit schrieb er erste Werke unter dem Einfluss Shakespeares und der Sturm und Drang Bewegung. 1820 begann er sein Jurastudium in Leipzig, 1822 setzte er es in Berlin fort. Dort knüpfte er unter anderem Kontakte zu Georg Wilhelm Friedrich Hegel, Ludwig Tieck und Heinrich Heine. Grabbe versuchte sich erfolglos als Schauspieler, Autor und Dramaturg am Theater. Nach einer darauf folgenden tiefen Lebenskrise wandte er sich wieder dem Studium zu. 1826 wurde er Militärgerichtsverwalter beim lippischen Heer. 1827 wurden seine ersten Stücke veröffentlicht. Trotz einer Beförderung zum Militärauditeur suchte er sein Glück im Schreiben. 1829 wurde „Don Juan und Faust“ am Hoftheater Detmold uraufgeführt. Es war das einzige Stück von ihm, das zu seinen Lebzeiten den Weg auf die Bühne fand. Nach einer kurzen, gescheiterten Ehe mit Henriette Mayer stürzte er in eine neue Lebenskrise. Er verfiel der Trunksucht. 1833 heiratete er Louise Christiane Klostermeier und beschloss 1834 seinen Beruf aufzugeben. Seitdem ging es mit ihm bergab. Er flüchtete zu Freunden nach Frankfurt und Düsseldorf. Dort begann er 1835 eine Tätigkeit als Theaterkritiker. 1836 erkrankte Grabbe an Rückenmarksschwindsucht. Zudem war er nie vom Alkohol losgekommen. Am 12. September 1836 starb er im Alter von 34 Jahren in Detmold. |
